Der Polarwirbel über der Arktis hat sich verformt und gerät durch eine ausgeprägte Hochdruckblockade unter Druck. Das könnte die Wetterströmungen in den kommenden Wochen beeinflussen und unter bestimmten Voraussetzungen eisige Kaltluft nach Mitteleuropa lenken. Ob Österreich dadurch ein besonders kalter Winter bevorsteht, ist allerdings noch offen.
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Wie die Schweizer Zeitung "Blick" berichtet, hat sich der Polarwirbel zuletzt über Kanada und Grönland zunächst verstärkt. Inzwischen wird seine Zirkulation jedoch von einem markanten Hochdruckgebiet beeinflusst. Der Meteorologe Quirin Beck von Meteo News erklärt gegenüber "Blick": "Der Polarwirbel hat sich über Kanada und Grönland zunächst verstärkt, wird derzeit aber durch eine ausgeprägte Hochdruckblockade in seiner Zirkulation beeinflusst und verformt."
Kaltluft könnte nach Süden vordringen
Der Polarwirbel ist ein großräumiges Windsystem, das im Winter kalte Luft rund um den Nordpol hält. Wird er deutlich geschwächt oder verschoben, kann sich auch die Strömung in tieferen Atmosphärenschichten verändern. Der Jetstream kann stärker mäandrieren und arktische Kaltluft weiter nach Süden transportieren. In Österreich wären dann frostige Temperaturen und bei ausreichender Feuchtigkeit auch Schneefälle bis in tiefere Lagen möglich.
Allerdings befindet sich der Polarwirbel im Oktober noch im Aufbau. Beck betont laut "Blick": "Der Polarwirbel ist im Oktober aber noch im Aufbau, weshalb gewisse Schwankungen normal sind."
Noch keine Prognose für den Winter
Die aktuelle Verformung allein lässt deshalb keine zuverlässigen Rückschlüsse auf den gesamten Winter zu. Entscheidend ist, ob sich die veränderten Strömungsmuster tatsächlich bis nach Mitteleuropa auswirken.
Laut den von "Blick" zitierten Langzeitprognosen des europäischen Wettermodells ECMWF deutet die Entwicklung derzeit eher auf einen zu milden und etwas zu nassen Winter hin. Ein späterer Kälteeinbruch ist damit aber nicht ausgeschlossen.
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