Schmerz-Studie

Ab diesem Alter nehmen Schmerzen stark zu

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Eine weltweite Studie mit mehr als sechs Millionen Menschen zeigt: Schmerzen werden nicht erst im hohen Alter zum Problem. Besonders stark steigt die Belastung bereits im Erwachsenenalter – Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen.
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Die Forscher werteten Daten von 6.125.459 Menschen aus 118 Ländern und Gebieten aus. Die Teilnehmer waren zwischen fünf und mehr als 100 Jahre alt. Die Daten stammen aus dem Zeitraum von 1990 bis 2025.

Das Ergebnis ist überraschend: Die Häufigkeit von Schmerzen steigt an praktisch allen untersuchten Körperstellen besonders stark bis zum Alter von etwa 55 Jahren. Um dieses Alter berichten bereits mehr als 40 Prozent der Männer und fast 60 Prozent der Frauen über Schmerzen in mindestens einer Körperregion.

Frauen sind laut Studie an allen elf untersuchten Körperstellen häufiger betroffen als Männer. Untersucht wurden unter anderem Kopf, Gesicht, Nacken, Schultern, Hände, Bauch, Rücken, Hüfte und Knie.

Rücken macht besonders häufig Probleme

Wie stark Schmerzen auftreten, hängt auch von der Körperregion ab. Während Gesichtsschmerzen nur bei rund zwei Prozent der Teilnehmer vorkamen, berichteten etwa 40 Prozent von Rückenschmerzen.

Auch die Entwicklung über das Alter unterscheidet sich deutlich: Kopf- und Bauchschmerzen erreichen ihren höchsten Anteil vergleichsweise früh. Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen nehmen dagegen vor allem im Erwachsenenalter weiter zu. Bei mehreren Schmerzarten liegt der stärkste Anstieg zwischen etwa 20 und 55 Jahren.

Die Forscher kommen deshalb zu einem wichtigen Schluss: Schmerzen nehmen nicht einfach gleichmäßig mit jedem zusätzlichen Lebensjahr zu. Bei vielen Schmerzarten sammelt sich ein großer Teil der Belastung bereits vor dem mittleren Lebensalter an.

Vorbeugung könnte früher beginnen

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Genau darin sehen die Wissenschaftler einen Ansatzpunkt für die Prävention. Wenn Schmerzen bereits im jungen und mittleren Erwachsenenalter deutlich häufiger werden, könnten Maßnahmen zur Vorbeugung auch früher ansetzen.

Als besonders wichtigen Zeitraum nennen die Forscher das Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Welche konkreten Maßnahmen spätere Schmerzen verhindern könnten, lässt sich aus der Studie allerdings nicht ableiten.

Große Unterschiede zwischen Ländern

Auch beim Vergleich verschiedener Regionen zeigen sich deutliche Unterschiede. Ab etwa 40 Jahren gehen die Entwicklungen zwischen Ländern mit unterschiedlichem Entwicklungsstand zunehmend auseinander.

Bei Menschen ab 80 Jahren liegt der Anteil jener mit Schmerzen in mindestens einer Körperregion in Ländern mit niedrigem Human Development Index (HDI) rund 30,6 Prozentpunkte höher als in Ländern mit hohem HDI. Rückenschmerzen treten in diesen Ländern im hohen Alter nahezu doppelt so häufig auf.

Rauchen, Übergewicht und niedriges Einkommen können einen Teil dieser Unterschiede erklären. Insgesamt machen diese Faktoren laut Studie aber nur einen begrenzten Anteil der unterschiedlichen Schmerzbelastung aus. Warum die Unterschiede zwischen den Regionen so groß sind, bleibt daher teilweise offen.

Größte Schmerz-Analyse bisher

Die Untersuchung gehört zu den bislang umfangreichsten Analysen zu Schmerzen über die gesamte Lebensspanne. Die Forscher erstellten daraus Referenzkurven für elf Körperregionen, die künftig helfen sollen, Schmerzbelastungen zwischen Bevölkerungsgruppen und Ländern besser miteinander zu vergleichen.

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