Nach Abreise-Eklat

CR7-Comeback? Portugal-Trainer lockt Ronaldo zurück

Kehrt Cristiano Ronaldo überhaupt noch zurück? Portugals Superstar lässt seine Zukunft im Nationalteam offen.
© SOPA Images/LightRocket via Getty Images
Rund um Cristiano Ronaldo und Portugals Nationalt'e'am ist das letzte Wort offenbar noch lange nicht gesprochen. Nach dem turbulenten Abgang des Superstars aus dem Teamcamp setzt Verbandspräsident Pedro Proença nun demonstrativ auf Versöhnung – und öffnet dem 41-Jährigen die Tür für eine Rückkehr.
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Zur Erinnerung: Ronaldo hatte das Camp vergangene Woche verlassen, nachdem es rund um seine Nichtberücksichtigung gegen Norwegen und die geplante Reservistenrolle gegen Dänemark zu Unstimmigkeiten mit Teamchef Jorge Jesus gekommen war. Nun versucht Proença, die Wogen zu glätten. "Cristiano Ronaldo gehört aufgrund seiner eigenen sportlichen Leistungen zur Nationalmannschaft. Darüber kann es keine Diskussion geben", stellte der Verbandsboss klar.

Noch deutlicher wurde Proença bei der Würdigung des Kapitäns: Ronaldo sei "das größte Symbol des portugiesischen Fußballs" und habe dem Nationalteam mehr als zwei Jahrzehnte gewidmet. Die jüngsten Turbulenzen bezeichnete er als "Missverständnis", das intern aus der Welt geschafft werden müsse. "Ich hoffe, dass wir im November alle wieder gemeinsam bei der Nationalmannschaft sein werden", sagte Proença.

Jesus: »Es gibt keinen Groll«

Auch Jorge Jesus hält die Tür weit offen. Nach dem 2:1 gegen Norwegen erklärte der Teamchef: "Für mich ist noch alles offen." Ronaldo müsse selbst entscheiden, wie es weitergeht. Wenn er spielen wolle und bereit sei, gebe es keinen Grund, ihn nicht zurückzuholen. "Es gibt keinen Groll, denn es handelte sich um ein Missverständnis", so Jesus.

Und die Mannschaft? Die steht geschlossen hinter ihrem Superstar. Kapitän Bruno Fernandes nennt Ronaldo "das größte Symbol unserer Nationalmannschaft, unseres Fußballs und unseres Landes". Nuno Mendes geht noch einen Schritt weiter: "Wenn Cris zurückkehrt, empfangen wir ihn mit offenen Armen." Auch Joao Cancelo fordert eine Lösung "mit dem Respekt, den Cristiano verdient"

Ob CR7 tatsächlich schon im nächsten Länderspielfenster wieder auftaucht, bleibt damit spannend. Klar ist nur: Portugal will seinen Superstar nicht vorzeitig abschreiben. Mit 234 Länderspielen und 146 Toren ist Ronaldo ohnehin der Rekordmann – und sein Schatten ist auch in seiner Abwesenheit riesig. Eine Stimme fehlt allerdings noch: Ronaldo selbst hat angekündigt, die ganze Wahrheit zu erzählen, sobald es die Zeit erlaubt. Sein Statement steht damit noch aus.

Ersatzstürmer weiß zu überzeugen

Denn während der Kapitän fehlte, drängte sich sein möglicher Nachfolger auf: Gonçalo Ramos traf in allen drei Partien, in denen er in diesem Oktober von Beginn an auflief, und machte damit ordentlich Werbung in eigener Sache. Der 24-Jährige wechselte erst im Sommer für 74 Millionen Euro von Paris Saint-Germain zum AC Mailand.

Vorerst trägt Manchester-United-Star Bruno Fernandes die Kapitänsbinde. Portugal marschiert derweil weiter: Nach vier Spielen und vier Siegen ist das Team bereits vorzeitig für das Viertelfinale der Nations League qualifiziert. Doch die vielleicht spannendste Personalie steht noch aus: Kehrt Ronaldo im November zurück?

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