Top-Statistik

Diesen ÖFB-Bestwert schafft nicht einmal Weltmeister Spanien

Österreichische Fußballspieler jubeln nach einem Tor im UEFA Nations League-Spiel gegen Kosovo.
© APA/AFP/ARMEND NIMANI
Die Nations-League-Statistik liefert überraschende ÖFB-Bestwerte. In einer Kategorie kommt derzeit niemand an Rangnicks Team heran. Auch zwei Spieler glänzen.
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Neun Tore, neun verschiedene Torschützen: Österreich verteilt die Arbeit vor dem gegnerischen Tor konsequent. Nach dem 1:1 gegen Kosovo am Sonntag in Prishtina hat die Mannschaft von Ralf Rangnick aktuell mehr unterschiedliche Schützen als jedes andere Team in der Nations League. Auch Weltmeister Spanien kommt da nicht mit.

Christoph Lang machte die Neun voll. Vor ihm hatten David Affengruber, Phillipp Mwene, Romano Schmid, Carney Chukwuemeka, Alexander Prass, Junior Adamu, Sasa Kalajdzic und Michael Gregoritsch getroffen. Einen Wiederholungstäter gibt es bisher nicht.

Spanien hat Yamal, Österreich die breite Auswahl

Spanien erzielte mit zehn Toren zwar einen Treffer mehr. Vier davon gehen allerdings auf das Konto von Lamine Yamal. Bei England, das mit elf Treffern die Torwertung anführt, war Harry Kane ebenfalls viermal erfolgreich. Portugal verteilt seine neun Tore auf vier Spieler.

Beim ÖFB-Team kommt die Gefahr aus mehr Richtungen. Und regelmäßig von der Ersatzbank: Bei den beiden 3:1-Heimsiegen gegen Israel und Kosovo traf jeweils ein Joker. Beim 2:2 in Irland erzielten eingewechselte Spieler sogar beide österreichischen Tore. In Prishtina rettete schließlich Lang den Punkt.

Zwei österreichische Fußballspieler jubeln nach einem Spiel Arm in Arm auf dem Spielfeld.
Joker Carney Chukwuemeka und David Affengruber trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. © GEPA pictures

Die breite Verteilung passt zu Rangnicks erfolgreichem Griff auf die Ersatzbank: Bei den beiden 3:1-Heimsiegen gegen Israel und Kosovo traf jeweils ein Joker. Beim 2:2 in Irland erzielten eingewechselte Spieler sogar beide österreichischen Tore. In Prishtina rettete schließlich Lang den Punkt.

Der brachte es in insgesamt 45 Einsatzminuten auf ein Tor und eine Vorlage. Viel Anlaufzeit braucht er offenbar nicht.

Wimmer lässt die Gegner nicht in Ruhe

Patrick Wimmer fehlt noch in der Torschützenliste. Dafür steht er in einer anderen Wertung ganz oben: Mit 14 Tacklings führt er die UEFA-Rangliste vor Kosovos Ilir Krasniqi mit 13 und dem Türken İsmail Yüksek mit zwölf an. Die Kategorie erfasst Tacklings, nicht sämtliche gewonnenen Zweikämpfe.

Zwei Fußballspieler ringen während eines Spiels um den Ball und fallen zu Boden.
Patrick Wimmer ist bei den Tacklings ganz vorne. © APA/HELMUT FOHRINGER

Auch nach vorne liefert Wimmer: Zwei Vorlagen bedeuten den geteilten vierten Platz in der Assist-Wertung.

Seine Zahlen passen zum Auftritt der Mannschaft. Österreich führt mit 67 Tacklings auch die Teamrangliste an, vor Kosovo mit 60. Bei den Ballrückeroberungen ist der Vorsprung knapper: 181 für die Rangnick-Elf, 180 für die Mannschaft von Franco Foda.

Schlager hat den Marathon schon hinter sich

Xaver Schlager führt unterdessen die UEFA-Laufliste an. Nach vier kompletten Partien stehen beim Mittelfeldspieler 43,25 Kilometer zu Buche. Eine Marathondistanz hat er damit bereits überboten – verteilt auf 360 Spielminuten.

Ein Fußballspieler hockt enttäuscht auf dem Spielfeld, viel leere Rasenfläche im Vordergrund.
Xaver Schlager hat bereits 43,25 Kilometer hinter sich. © APA/HELMUT FOHRINGER

Dahinter folgen Portugals Rúben Dias mit rund 43 und Kosovos Mërgim Vojvoda mit 42,7 Kilometern. Beide absolvierten ebenfalls vier volle Spiele.

Schlager kommt damit auf durchschnittlich rund 10,8 Kilometer pro Partie. Dazu verzeichnet die UEFA 27 Ballrückeroberungen. Die gesamte ÖFB-Mannschaft legte bislang 458,22 Kilometer zurück.

Nur Oranje nimmt öfter Maß

Auch bei den Abschlüssen liegt Österreich weit vorne: 26 Schüsse aufs Tor bedeuten gemeinsam mit Portugal und der Schweiz Rang zwei. Nur die Niederlande haben mit 28 mehr Abschlüsse aufs gegnerische Tor gebracht.

Insgesamt versuchte es das ÖFB-Team 59-mal. Davon gingen 21 Schüsse daneben, zwölf wurden geblockt. Die neun Treffer reichen hinter England und Spanien für den geteilten dritten Platz mit Portugal und Finnland.

Ein Spitzenplatz mit Haken

Nicht jede Rangliste eignet sich zum Angeben. Mit 67 begangenen Fouls liegt Österreich ebenfalls an der Spitze, vor Andorra mit 64.

Die Kartenbilanz fällt zurückhaltender aus: sieben Gelbe Karten, kein Platzverweis. Wimmer allein beging zwölf Fouls und wurde einmal verwarnt.

Schiedsrichter zeigt einem österreichischen Spieler im Fußballspiel eine gelbe Karte.
Auch bei den Fouls liegt das ÖFB-Team vorne. © IMAGO/Beautiful Sports Internati

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