Decke brach ein

Haus eingestürzt: So dramatisch lief die Rettung

Mehrere Einsatzkräfte stehen inmitten von Trümmern nach einem Teileinsturz eines Hauses.
© APA/BERUFSRETTUNG WIEN
Eine 57-Jährige stürzte aus dem dritten Stock ab und konnte erst nach Stunden aus Trümmern befreit werden.
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Horror-Szenen haben sich am Sonntagabend gegen 22.45 Uhr  in der Färbergasse gleich neben dem Platz "Am Hof" abgespielt. Dort meldeten Anwohner zuerst eine Art "Explosion", weil ein lauter Knall zu hören war.

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In Wirklichkeit waren Mauerteile im Inneren eines Mehrfamilienhauses plötzlich heruntergefallen,  Teile des Hauses stürzten ein.

Bei dem Vorfall wurde eine Bewohnerin (57)  schwer verletzt.  Die 57-Jährige stürzte aus dem dritten Stock ab.

Einsatzkräfte in den Trümmern. © Berufsrettung Wien

Gefährlich: Couch drohte auf Frau zu stürzen

Da die Rettungsaktion der 57 Jährigen mehrere Stunden andauerte - sie wurde von Trümmern begraben - wurde ein Team aus Spezialkräften zu der Frau geschickt. Die Bergung war höchst gefährlich: Instabile Gebäudeteile drohten auf die Verletzte zu stürzten. Eine Couch hing gefährlich über ihr.

Erst nach drei Stunden konnte die Bewohnerin (57) mit einer Rettungswanne und einer Motorakkuwinde zuerst in den zweiten Stock gehoben werden und dann übers Stiegenhaus ins Freie gebracht werden.

Zwei Mitarbeiter der Seiltechnik-Einsatz-Gruppe kümmerten sich in den Stunden ihrer Rettung um die verletzte Frau und übernahmen die notfallmedizinische Versorgung direkt vor Ort.

© Viyana Manset Haber

Laut dem Sprecher der Berufsrettung konnte man zum Teil zu der Frau vordringen und ihr Schmerzmedikamete über eine Infusion verabreichen. Trotz der schweren Verletzungen konnte die 57-Jährige deshalb Stunden später stabil aus den Trümmern gerettet werden. Die Patientin zog sich unter anderem mehrere Frakturen sowie Prellungen zu und wurde in einen Schockraum gebracht.

Mehrere Einsatzkräfte arbeiten inmitten eingestürzter Holzbalken und Trümmern in einem Gebäude.
Feuerwehr Wien zeigt Einsatz im eingestürzten Haus. © APA/BERUFSRETTUNG WIEN
© Berufsrettung Wien

Ihr 60-jähriger Ehemann stürzte mehrere Meter, zwei Stockwerke, in die Tiefe und wurde dabei wie durch ein Wunder nur leicht verletzt. Er konnte sich über ein Fenster retten. Der Wiener zog sich bei dem Sturz Prellungen sowie Abschürfungen zu und wurde nach der notfallmedizinischen Versorgung in eine Klinik gebracht.

Eine Pensionistin (88) klagte über Atembeschwerden und wurde nach der Versorgung zur weiteren Abklärung ebenfalls in eine Klinik gebracht.

Insgesamt wurden 17 Menschen vor Ort von den Einsatzkräften versorgt werden. Viele der Betroffenen klagten über Atembeschwerden nach der massiven Staubentwicklung und wurden in den Großraumbussen der Berufsrettung Wien betreut.

© David Herrmann Meng (oe24TV)

Ermittlungen wegen fahrlässiger Gefährdung

Unklar ist noch, warum es zu dem schweren Unfall kam. Im Haus waren gerade Bauarbeiten im Gange. Einige Wohnungen waren aufgrund dessen bei dem Einsturz nicht bewohnbar und standen deshalb leer.

Laut Polizeisprecherin wird wegen fahrlässiger Gefährdung ermittelt. Nachbarn erzählten auch, dass Bewohner sich besorgt über einen Riss in der Wand geäußert hatten.

oe24-Reporter David Herrmann Meng vor Ort. © oe24TV

Der Einsatz dauerte bis 4 Uhr morgens. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute mit 26 Fahrzeugen im Einsatz. Noch immer sind Ermittlungen vor Ort im Gange. Für die betroffenen Bewohner wurden Notunterkünfte bereitgestellt.

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