Mögliches Leben

Forscher empfangen plötzlich Signale aus dem Weltall

Digitale Weltraumszene mit Planeten, einem hellen Stern und leuchtenden Nebeln im Hintergrund.
© Getty Images
Ein Astrophysik-Team hat Radiosignale des Exoplaneten Beta Pictoris b empfangen. Die Messungen deuten erstmals auf ein starkes Magnetfeld außerhalb unseres Sonnensystems hin.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Signale des rund 63 Lichtjahre von der Erde entfernten Gasriesen stammen nicht von Außerirdischen, sondern von Polarlichtern an den Polen des Planeten. Ausgelöst werden diese durch ein extremes Magnetfeld. Sollte sich das Ergebnis bestätigen, wäre das der erste gesicherte Nachweis eines Magnetfelds jenseits unseres Sonnensystems. Beta Pictoris b befindet sich im Sternbild Maler, besitzt mehr als die zehnfache Masse des Jupiters und ist fast doppelt so groß wie dieser.

Schutzschild für mögliche Lebensräume

Ein Magnetfeld gilt als wesentlicher Faktor bei der Suche nach lebensfreundlichen Welten. Auf der Erde schirmt es die Atmosphäre vor kosmischer Strahlung ab und schützt so die Oberfläche. Die Erkundung von Magnetosphären hilft Wissenschaftlern zu verstehen, welche Bedingungen auf fernen Planeten herrschen. Laut Mitautorin Yvette Cendes von der Universität von Oregon ist die Frage nach der Bewohnbarkeit einer der Hauptgründe für das Interesse an Magnetosphären. Der entsprechende Fachartikel erschien Mitte September und wartet aktuell auf die Begutachtung durch die Fachwelt.

Messungen an der Leistungsgrenze

Für die Beobachtungen nutzten die Forscher das Teleskopnetzwerk MeerKat in Südafrika, das aus 64 Radioantennen besteht. Ursprünglich suchte das Team aus Massachusetts damit nach Radiowellen von Sternen. Zwischen 2025 und 2026 rückte Beta Pictoris b in den Fokus, der bereits 2008 entdeckt wurde. Bei Messungen im Mai zeigte der Planet eine starke magnetische Aktivität. Hauptautor Kevin N. Ortiz Ceballos erklärte, dass die Positionen von Stern und Planet getrennt werden konnten und die Emission eindeutig dem Planeten zuzuordnen war. Dabei wurden die technischen Möglichkeiten des Teleskoptyps an die Grenzen getrieben.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden