Training abgesagt

»Geistige Frische« fehlte! Das ändert Rangnick gegen Kosovo

Drei österreichische Fußballspieler applaudieren nach einem Spiel im Stadion.
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Training gestrichen, Abwehr-Rückkehrer und Wechsel im Sturm? Österreich plant für das Nations-League-Duell am Sonntag mit Fodas Team den nächsten Umbau.
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Ralf Rangnick stellt erneut um. Für das Nations-League-Rückspiel gegen Kosovo in Prishtina (So.,18 Uhr, live ORF 1) bekommt der ÖFB-Teamchef eine Option in der Abwehr zurück. Auch im Angriff könnte es einen Wechsel geben. Entscheidend wird sein, wer nach drei Länderspielen innerhalb einer Woche noch genügend Reserven hat.

Das für Freitagvormittag geplante Training in Dublin wurde abgesagt. Am Nachmittag reist Österreich mit sieben Punkten aus drei Spielen als Tabellenführer weiter in den Kosovo.

Danso zurück – Adamu statt Kalajdzic?

In der Defensive steht Kevin Danso nach seiner Sperre wieder zur Verfügung. Damit hat Rangnick für das Duell mit der Mannschaft seines Vorgängers Franco Foda eine zusätzliche Alternative.

Im Sturm könnte Junior Adamu wieder zum Zug kommen. Der Angreifer wurde beim 2:2 in Irland nicht eingesetzt und hatte beim 3:1 im Hinspiel gegen Kosovo getroffen.

Sasa Kalajdzic hingegen absolvierte in Dublin die vollen 90 Minuten – erstmals seit fünf Jahren und überhaupt erst zum zweiten Mal in seiner Länderspielkarriere. Ob er auch in Prishtina beginnt oder Rangnick im Angriff frische Kräfte bringt, ist noch offen.

Rangnick sucht Spieler, die "completely reloaded" sind

Der Teamchef hatte seine Startformation in Irland bereits an sechs Positionen verändert. Auch für die vierte Partie dieses Lehrgangs bleibt die Belastung ein entscheidender Faktor.

Man habe bewusst entschieden, in jedem Spiel mit möglichst ausgeruhten Spielern anzutreten, erklärte Rangnick. Seine Vorgabe für die nächste Aufstellung: "Jetzt müssen wir wieder schauen, wer bis Sonntag 'completely reloaded' ist."

Mit dem auf vier Partien ausgeweiteten Länderspielfenster ist der Teamchef nicht uneingeschränkt glücklich. "Jedem Nationaltrainer wäre es lieber, er hätte einen fünften Lehrgang im Jahr, wie es bisher immer war – alleine, um die Jungs noch einmal öfter zu sehen und Kontakt mit den Spielern zu haben." Allerdings: "Aber es ist so, es geht allen gleich."

Fußballspieler und Trainer diskutieren nach dem Nations-League-Spiel Irland gegen Österreich in Dublin.
Teamchef Ralf Rangnick will gegen Kosovo aufgeladene Spieler. © APA/HELMUT FOHRINGER

"Geistige Frische" statt müder Beine

Den schwachen Beginn in Dublin wollte Rangnick trotzdem nicht mit körperlicher Erschöpfung erklären. "Ich glaube nicht, dass die ersten 20 Minuten ein Frischeproblem waren", sagte er. "Wenn, dann eher ein Problem der geistigen Frische."

Die Mannschaft sei auf die Atmosphäre und die physische Spielweise der Iren vorbereitet gewesen. "Wir waren aber in der ersten Hälfte nicht auf dem Level, wo du sein musst, wenn du hier etwas reißen möchtest."

Für die nächsten Umstellungen macht ihm die Qualität seiner Ersatzspieler Mut: Bei den beiden 3:1-Heimsiegen gegen Israel und Kosovo traf jeweils ein Joker, in Dublin erzielten eingewechselte Spieler sogar beide österreichischen Tore.

"Das zeigt schon auch, dass wir in der Breite die Möglichkeit haben, in so einem Spiel nochmal richtig nachzulegen", betonte Rangnick.

Vier Dauerstarter – Sonderlob für Wimmer

Nur Xaver Schlager, Nicolas Seiwald, Romano Schmid und Patrick Wimmer standen in allen drei bisherigen Partien nach der WM in der Startelf. Wimmer hat dabei besonders Eindruck hinterlassen.

"Wimmsi hat sich bei uns jetzt zurecht einen Platz in der ersten Elf geholt", erklärte Rangnick. Trotz Verbesserungsbedarf bei manchen Zuspielen lobte er den Hoffenheim-Profi: "Insgesamt gibt er uns aber extrem viel Energie mit seinen Tempoläufen in die Tiefe und auch im Spiel gegen den Ball. Deswegen bin ich froh, dass er wieder auf diesem Formniveau ist."

Ein österreichischer und ein irischer Fußballspieler kämpfen um den Ball, einer fällt zu Boden.
Patrick Wimmer erhielt Sonderlob vom Teamchef. © GEPA pictures

Bis auf den erstmals einberufenen Innenverteidiger Felix Bacher haben bereits alle nominierten Feldspieler in diesem Lehrgang Einsatzminuten gesammelt.

In Prishtina soll zumindest ein weiterer Punkt her. Auswärts stehen seit der EM 2024 in neun Partien vier Siege, zwei Remis und drei Niederlagen zu Buche. Danach endet der Vierer-Lehrgang: Die Spieler kehren zu ihren Clubs zurück, das nächste Wiedersehen im Nationalteam folgt Mitte November.

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