Auslöser des Wirbels waren Umwidmungen auf dem Gelände des zweitgrößten ehemaligen Frauen-KZ Österreichs. Dort entsteht ein Gewerbepark mit Supermarkt und Kühllogistikzentrum. Laut Medienberichten verkaufte Ramharters eigene Immobilienfirma Gründe um 15,25 Millionen Euro und lukrierte durch die Umwidmungen weitere 1,34 Millionen. Die Israelitische Kultusgemeinde übte scharfe Kritik, Ramharter sah keine Befangenheit.
Dann zog die ÖVP die Reißleine und beendete die Zusammenarbeit mit Ramharters Liste und der FPÖ. Das Bündnis verlor die Mehrheit im Gemeinderat, im September trat Ramharter ab.
Sorger siegt
Bei der Wahl am Donnerstag setzte sich Sorger von der „Liste Leobersdorf Jetzt" mit 15 von 28 Stimmen durch. Hermann Weiszbart (Liste Zukunft Leobersdorf) erhielt zwölf Stimmen, eine war ungültig.
Sorger kennt das Rathaus: 1995 zog er mit 19 Jahren in den Gemeinderat ein, von 2012 bis 2020 war er Vizebürgermeister. „Ich übernehme diese Aufgabe mit großem Respekt und Demut", sagt er. Er will ein Bürgermeister „mit einer offenen Tür, einem offenen Ohr" sein.
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Finanzen im Visier
Sorger hat bereits eine externe Prüfung der Gemeindefinanzen durch das Land beantragt. Alle Parteien sollen auf denselben Informationsstand kommen. Christian Husar rückt in den Gemeindevorstand nach, Olivia Stöger übernimmt Ramharters Sitz im Gemeinderat.
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