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Mega-Wirbel um Bagger auf Gletscherzunge

Ein Bagger steht am Rand eines schneebedeckten Gletschers in den Bergen, rot markiert.
© Webcam
Bilder eines Baggers auf der Gletscherzunge des Mittelbergferners sorgen in Tirol für Aufregung.
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Seit Montag ist auf Webcam-Aufnahmen zu sehen, wie die Maschine am Pitztaler Gletscher Schaufel- und Planierarbeiten durchführt. In sozialen Medien hagelt es Kritik. Die Gletscherbahnen verteidigen den Eingriff als notwendige Instandhaltungsmaßnahme.

Wie ORF Tirol berichtet, soll mit den Arbeiten ein Notweg im Skigebiet gesichert werden. Aufgrund des fortschreitenden Gletscherrückgangs sei die Maßnahme "unabdingbar notwendig", erklären die Betreiber. Auch das Land Tirol bestätigt, dass die Arbeiten dazu dienen, die Verbindung zwischen der Wegtrasse auf dem Gletschereis und dem eisfreien Gelände wiederherzustellen. Eine gesonderte naturschutzrechtliche Bewilligung sei dafür nicht erforderlich.

Zahlreiche Beschwerden

Umweltschützer und der Alpenverein sehen den Eingriff dennoch kritisch. Beschwerden gingen bei der Landesumweltanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft Imst ein. Die Umweltanwaltschaft begrüßt die Überprüfung und bezeichnet den Gletscherbereich als "besonders schützenswert".

Die Debatte fällt in eine Phase massiven Gletscherschwunds. Laut Glaziologin Andrea Fischer hat die starke Schmelze 2026 auch mit einem niederschlagsarmen Winter zu tun. Gleichzeitig sind im Skigebiet weitere Ausbaupläne umstritten: Für geplante Abfahrten über den Mittelbergferner ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich.

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