Schuldenalarm

NÖ zwischen Pleite und Hoffnung

Leere Geldbörse.
© Unsplash
Pleiten-Alarm in Niederösterreich: Immer mehr Private rutschen in die Schuldenfalle, und die Firmen kämpfen weiter ums Überleben.
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1.204 Privatinsolvenzen in nur neun Monaten: Niederösterreich liegt hinter Wien und Oberösterreich auf Platz drei, ein Plus von 13,4 Prozent. Seit Mitte Juli gibt es die schnelle Entschuldung mit drei Jahren Rückzahlung nicht mehr, viele stellten deshalb noch rasch einen Antrag.

Bundesweit sind es 7.897 Fälle (plus 12,2 Prozent). Im Juli schnellten die Anträge um 69 Prozent hoch, im September gingen sie um 24 Prozent zurück.

Firmen unter Druck

Auch bei den Betrieben gibt es keine Entwarnung. Österreichweit sinken die Pleiten leicht auf 5.115 (minus 0,8 Prozent), die mangels Vermögen abgewiesenen Verfahren steigen aber um 9,2 Prozent. Niederösterreich liegt mit 13,2 Pleiten je 1.000 Unternehmen knapp unter dem Bundesschnitt von 13,9.

Hart trifft es Bau (plus 2,8 Prozent) und Gastronomie (plus 5,3 Prozent). "Die aktuellen Zahlen sind ein Warnsignal", sagt Creditreform-Chef Gerhard Weinhofer. Sein Rat: Liquidität sichern und früh reagieren.

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