Nationalteam

Österreich mit Tormann-Riese gegen Irland

Ein Torwart in dunkelblauer Kleidung hält beim Training einen Fußball am Boden fest.
© GEPA pictures
Am Donnerstag, 20.45 Uhr, ORF1 soll der 2,05-Meter-Hüne Florian Wiegele den nächsten Sieg in der Nations League sichern.
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Nach den jeweils gelungenen 3:1-Heimsiegen gegen Israel und den Kosovo reist die ÖFB-Auswahl als Tabellenführer der Liga B mit dem Punktemaximum auf die grüne Insel. Doch das erste Auswärtsspiel des Jahres fordert eine völlig andere Herangehensweise.

Rangnick setzt auf Kollektiv

In Irland stellt sich Teamchef Ralf Rangnick auf eine echte Härteprüfung ein: "Wir brauchen wieder eine höhere Energie auf dem Platz als unser Gegner." Nach den Personalsorgen bei arrivierten Stützen wie Marko Arnautovic, David Alaba oder Marcel Sabitzer setzt der Deutsche auf ein geschlossenes Kollektiv: "Das Führungsspieler-Thema wird überschätzt. Speziell bei der Spielweise, die wir an den Tag legen wollen, ist jeder Führungsspieler und muss Verantwortung übernehmen. Die Jungs müssen sich untereinander coachen und füreinander da sein."

Extra-Lob für Goalie Wiegele

Unter dem Motto "Austria 2.0" fordert Rangnick den gewohnten Angriffsfußball und maximale Dynamik gegen den Ball – Tugenden, die das Team über dreieinhalb Jahre bis zur WM ausgezeichnet haben.

Eine wegweisende Personalentscheidung gab Rangnick bereits bekannt: Viktoria Pilsens Florian Wiegele steht in Dublin im Tor. Gegen die physisch starken Iren und deren erwartete Flut an hohen, langen Bällen könnte der 2,05-Meter-Hüne ein entscheidender Faktor sein. Rangnick: "Er hat es im Training wieder richtig gut gemacht, spielt in seinem Verein auch jedes Spiel. Von daher habe ich nicht nur keine Bedenken, sondern bin sehr guter Dinge, dass er das auch richtig gut machen wird."

Österreich will Irland auf Distanz halten

Ein Selbstläufer wird der Trip nach Dublin keinesfalls: Österreich hat seit 1995 nicht mehr in Irland gewonnen. Zudem verliefen die Auswärtsauftritte unter Rangnick oft pragmatischer als die stimmungsvollen Heimspiele in Linz oder Wien („manchmal Arbeitssiege“). Mit einem Heimsieg könnten die Iren sogar an Österreich in der Tabelle vorbeiziehen – Grund genug für die Rangnick-Elf, von Beginn an die Oberhand im Energiespiel zu behalten.

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