83,6 % des BIP
Staat hat 438.900.000.000 € Schulden
Die Differenz zwischen Staatseinnahmen und Staatsausgaben ist im ersten Halbjahr 2026 kleiner geworden. Die Ausgaben überragen die Einnahmen aber noch um 11,1 Milliarden Euro, hat die Statistik Austria am Mittwoch mitgeteilt. Die Schulden des Gesamtstaates (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung) beliefen sich Ende Juni auf 438,9 Mrd. Euro - 20,5 Mrd. mehr als noch Ende 2025. Die Schuldenquote (gemessen an der Wirtschaftsleistung) stieg von 80,7 auf 83,6 Prozent.
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Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2025 stiegen die Einnahmen der öffentlichen Hand um 4,2 Prozent auf 129,7 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2026. Die Ausgaben stiegen um 1,9 Prozent auf 140,9 Mrd. Euro. Das Defizit betrug somit rund 11,1 Mrd. Euro. Der Bund hatte ein Defizit in Höhe von 12,2 Mrd. Euro, bei den Gemeinden gab es einen Fehlbetrag von 1,4 Mrd. Euro. Diesen standen Überschüsse bei den Ländern (0,9 Mrd. Euro) und bei der Sozialversicherung (1,5 Mrd. Euro) entgegen.
Dass der Schuldenstand stärker stieg als das Gesamtdefizit, dürfte vor allem daran liegen, dass der Bund laut Statistik Austria neben der Deckung des Defizits auch vorsorglich einen größeren Liquiditätsbestand als im 1. Halbjahr 2025 aufgebaut habe.
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Kräftiger Zuwachs bei Sozialbeiträgen, gebremste Lohnsteuern
Mit Blick auf die gesamtstaatlichen Einnahmen kam mit rund 85,7 Prozent das Gros aus Steuern und Sozialbeiträgen. Bei den Sozialbeiträgen habe es einen kräftigen Zuwachs um 5,3 Prozent gegeben. Wegen einer schwächeren Entwicklung als noch ein Jahr davor bei den Lohnsteuern seien die Steuereinnahmen mit 3,2 Prozent weniger stark gewachsen als noch im 1. Halbjahr 2025.
Das Ausgabenwachstum wurde gegenüber der Vorjahresperiode deutlich gebremst. Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst (1,3 Prozent) und monetäre Sozialleistungen (2,7 Prozent) wuchsen deutlich weniger stark an als noch vor einem Jahr. Dazu hätten vor allem niedrigere Ausgaben für Pensionen beigetragen, so die Statistikbehörde.
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