Seit 2024 besuchen ehrenamtliche Lesepat*innen regelmäßig Wiener Kindergärten und lesen den Kleinsten vor. Was ursprünglich als Pilotprojekt vom Wiener Roten Kreuz gestartet wurde, hat sich rasch zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Bereits 100 Freiwillige konnten für die Initiative gewonnen werden, die insgesamt rund 4.600 Kinder erreichen konnten.
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Ein- bis zweimal pro Woche kommen die Lesepat*innen für ein bis zwei Stunden in die Einrichtungen. Dort lesen sie einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen vor. Neben spannenden Geschichten stehen vor allem die Austausch und Aufmerksamkeit im Mittelpunkt. Die Kinder tauchen in neue Welten ein, erweitern ihren Wortschatz und trainieren ganz nebenbei Zuhören, Konzentration und Ausdruck.
Nach dem erfolgreichen Start wird das Angebot nun langfristig weitergeführt und ausgebaut. In den kommenden Jahren sollen zusätzliche Freiwillige gewonnen und weitere Kindergärten eingebunden werden. Damit noch mehr Kinder von dem Angebot profitieren können, werden die Lesepat*innen umfassend vorbereitet und laufend begleitet. Wer selbst ehrenamtlich aktiv werden möchte, kann sich über die offizielle Webpräsenz bewerben.
Stimmen zum Projekt
"In einer Zeit, in der der Alltag oft hektisch ist und Pädagog*innen alle Hände voll zu tun haben, schenken wir Lesepat*innen etwas unendlich Kostbares: Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit. Wir bewerten nicht – wir lesen, lachen und entdecken gemeinsam", erklärt Lesepatin Ruth Odehnal.
"Der frühe Zugang zu Sprache und Büchern schafft eine wichtige Grundlage für den weiteren Bildungsweg. Mit diesem Angebot leisten wir gemeinsam mit dem Wiener Roten Kreuz daher auch einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit für alle Kinder. Pädagog*innen werden entlastet und Kinder, die Deutsch nicht als Erstsprache haben, verbessern ihre Sprachfähigkeit und die Freude am Lesen und die Neugier an Büchern wird erweckt. Die Erfahrungen aus der Pilotphase zeigen, wie bereichernd die regelmäßigen Vorlesestunden für Kinder und Freiwillige sind", so Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettna Emmerling (NEOS).
"Mit nur einer Stunde pro Woche können Lesepat*innen Kindern wertvolle Vorlesemomente ermöglichen. Je mehr Menschen sich engagieren, desto mehr Kinder können wir gemeinsam erreichen. Deshalb freuen wir uns über viele weitere Lesepat*innen, die Teil dieses besonderen Engagements werden wollen", ergänzt Projektkoordinatorin Annika Seiderer.
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