Anlass waren der 75. Geburtstag des Schauspielers, Kabarettisten und Publizisten sowie seine langjährigen Verdienste um Kunst, Kultur und öffentliche Debatte in Wien.
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"Erwin Steinhauer hat die österreichische Theater- und Kabarettszene über Jahrzehnte hinweg geprägt", betonte Bürgermeister Ludwig. "Er steht für eine Kunst, die unterhält, ohne beliebig zu sein, und die Haltung zeigt, ohne belehrend zu wirken."
Ludwig würdigte Steinhauer darüber hinaus als engagierten Demokraten und kritischen Zeitgenossen. "Sein künstlerisches Wirken war immer auch mit gesellschaftlicher Wachsamkeit verbunden", so der Bürgermeister. "Erwin Steinhauer hat sich nie darauf beschränkt, nur Rollen zu spielen, sondern hat immer auch Verantwortung im öffentlichen Diskurs übernommen."
Fulminante Lebensgeschichte
Erwin Steinhauer gründete 1974 gemeinsam mit Weggefährten das Kabarett Keif und war in den folgenden Jahren unter anderem im Simpl, im Düsseldorfer Kom(m)ödchen und im Theater der Courage tätig. In den 1980er-Jahren machte er sich mit Soloprogrammen und später dann gemeinsam mit Heinz Marecek in der Doppelconférence einen Namen. Große Bekanntheit erlangte er zudem mit Bühnenrollen wie dem "Herrn Karl", mit Produktionen in der Josefstadt, mit dem Film "Freundschaft" sowie mit den TV-Verfilmungen der "Polt"-Romane. Steinhauer ist seit 2010 Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien. 2017 wurde er zum "Kammerschauspieler" ernannt.
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