Ex-Miss rechnet ab

"Was seid ihr für Nu****": Eklat im Schweizerhaus

Frau mit langen blonden Haaren lächelt am Ufer vor Skyline und Wasser in Wien.
© Andreas Tischler / Vienna Press
Senf und Kren kamen zu spät, ein Grillhuhn mit 40 Minuten Verspätung. Dazu soll ein Kellner Gäste beleidigt haben. Ex-Model Evelyn Rillé rechnet nach dem Schweizerhaus-Besuch mit dem Service ab.
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Ein gemütlicher Abend mit Freunden sollte es werden, doch für das ehemalige Topmodel Evelyn Rillé endete der Saisonabschluss im Wiener Schweizerhaus mit einer bitteren Enttäuschung. In einem wütenden Posting erhebt die frühere Miss Vienna schwere Vorwürfe gegen einen Kellner, der ihre zehnköpfige Runde mehrfach beschimpft haben soll.

Rillé, die in den 80er- und 90er-Jahren unter anderem mit Falco zusammenarbeitete und später zum Roten Kreuz wechselte, hatte mit ihren Freunden einen Tisch für den letzten Öffnungstag reserviert. Doch schon bei der ersten Getränkebestellung soll es Probleme gegeben haben.

Kellner trank aus beanstandeter Flasche

Statt des bestellten Rosé-Proseccos wurde Rillé und einer Freundin laut ihrem Posting ein Schlumberger Rosé serviert. Weil der Schaumwein ihrer Ansicht nach korkte, baten die beiden um eine neue Flasche. Die Reaktion des Kellners habe sie allerdings sprachlos gemacht. "Ich finde ihn aber gut!", soll der Mitarbeiter erklärt haben, nachdem er sich aus der beanstandeten Flasche selbst ein Glas eingeschenkt und davon getrunken hatte. Erst nach erneutem Drängen und rund einer halben Stunde Wartezeit hätten die Frauen Ersatz bekommen.

Auch beim Essen sei einiges schiefgelaufen. Die bestellten Stelzen kamen laut Rillé zunächst ohne Senf und Kren. Trotz mehrfacher Nachfragen seien die Beilagen erst eingetroffen, als das Fleisch bereits kalt oder größtenteils aufgegessen gewesen sei. Das Grillhuhn einer Freundin habe sogar rund 40 Minuten auf sich warten lassen.

Schwere Beschimpfungen gegen Gäste

Knusprige Stelze mit Messer auf Holzbrett, serviert im Schweizerhaus im Wiener Prater.
Die berühmte Stelze im Schweizerhaus wurde für zehn Gäste zum Nebenschauplatz eines Eklats. © APA/FLORIAN WIESER

Besonders empört zeigt sich Rillé über das Verhalten des zuständigen Kellners. Dieser habe zunehmend aggressiv reagiert und auf die Runde auch alkoholisiert gewirkt. Als ein Freund erneut nach den fehlenden Beilagen fragte, soll der Mitarbeiter ausfällig geworden sein. "Ihr könnt mich mal …", habe er den Gästen entgegnet, wobei Rillé die weitere Beschimpfung in ihrem Posting nicht ausschreibt. Später habe der Kellner Senf und Kren auf den Tisch geworfen.

Die Gruppe verlangte daraufhin ein Gespräch mit dem Geschäftsführer. Als Rillés Mann diesen ansprechen wollte, habe er sich jedoch entfernt, ohne dass ein Gespräch zustande gekommen sei. Ein Freund forderte schließlich, dass der betreffende Mitarbeiter den Tisch nicht länger bedienen dürfe. Doch laut Rillé tauchte der Kellner erneut auf und soll die Runde im Vorbeigehen mit einer besonders derben Bemerkung beleidigt haben. "Was seid ihr nur für Nutten!", habe der Mann gerufen.

Lob für Kollegen, Kritik an Verantwortlichen

Ausdrücklich nimmt Rillé die übrigen Mitarbeiter von ihrer Kritik aus. Ein anderer Kellner habe schließlich die Betreuung übernommen, sich mehrfach entschuldigt und versucht, die Situation zu retten. Von den Verantwortlichen habe es hingegen auch beim Bezahlen weder eine persönliche Entschuldigung noch eine erkennbare Geste des Bedauerns gegeben. "Eine gute Stelze allein macht noch kein gutes Gasthaus", schreibt Rillé und kritisiert, dass niemand rechtzeitig eingeschritten sei. Dass am letzten Öffnungstag besonders viel Betrieb herrscht, könne sie nachvollziehen. Beschimpfungen gegenüber Gästen seien dadurch aber nicht zu rechtfertigen.

Auch bei der Rechnung gab es laut Rillé Probleme, wie sie im oe24-Talk erklärt. "Die Rechnung hat nicht gestimmt. Es war etwas darauf, was wir gar nicht bestellt hatten. Es wurde dann zwar gestrichen, aber nur widerwillig", so die Ex-Miss.

Schweizerhaus reagiert auf die Kritik

Mittlerweile hat sich auch das Schweizerhaus zu den Vorwürfen geäußert. Der Betrieb verweist auf den großen Andrang und die besonderen Belastungen zum Saisonabschluss. Gerade am letzten Öffnungstag könne es bei vollem Haus zu Verzögerungen in der Küche und beim Service kommen. Die Kritik der Gäste wolle man ernst nehmen. Während der Winterpause sollen die Abläufe überprüft und Verbesserungen für die kommende Saison vorbereitet werden.

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