Große Empräung

"Wie kommt man auf die Idee?" - Hundekot-Ärger bei den Drei Zinnen

Die Drei Zinnen in den Dolomiten bei Sonnenuntergang mit orangefarbenem Himmel.
© Getty Images
Das Wahrzeichen wird zur Müllherde.
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Die Drei Zinnen zählen zu den bekanntesten Wahrzeichen der Dolomiten und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Doch der zunehmende Tourismus sorgt in der sensiblen Bergregion immer wieder für Probleme. Aktuell sorgt ein Berg aus Hundekotbeuteln am Fuß der Drei Zinnen für Empörung bei Einheimischen und Wanderern.

"Wie kommt man auf die Idee"

Radiomoderator und Internetpersönlichkeit Edoardo Righini filmte die Ansammlung nahe der Kapelle Madonna della Croda und veröffentlichte die Aufnahmen auf Instagram. Das Video verbreitete sich rasch im Netz. "Wie kommt man auf die Idee, seinen Hund hinter einer Kapelle kacken zu lassen und alles liegen zu lassen? Warum?", fragt Righini fassungslos. Sein Urteil über die Verursacher fällt drastisch aus: "Man sollte Zulassungstests auch für Leute einführen, die in die Berge gehen."

Besonders ärgerlich: Das Problem besteht offenbar schon länger. Laut dem Bergportal L’Altramontagna sammeln manche Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zwar ein, verstecken die Beutel anschließend aber zwischen Steinen oder am Wegesrand, anstatt sie ins Tal mitzunehmen. Damit wird aus einem vermeintlich verantwortungsvollen Schritt letztlich zusätzlicher Müll.

In den sozialen Netzwerken wächst der Ärger über die mangelnde Rücksichtnahme. "Dass der Hund einfach irgendwo hinmacht, ist ganz normal – er weiß ja nicht, wo es erlaubt ist und wo nicht. Was nicht normal ist, sind die Besitzer, die den Beutel nicht mitnehmen", schreibt eine Nutzerin.

Müllberge

Dabei geht es längst nicht nur um Hundekot. Auch Plastikverpackungen, Taschentücher und Zigarettenstummel landen in der Natur. Ein weiterer Nutzer verweist auf den nahe gelegenen Sorapissee: "Am Sorapissee [...] haben Freiwillige heute 2 Zentner Müll eingesammelt, den die Touristen im Sommer zurückgelassen hatten."

Der Frust bei den Einheimischen sitzt entsprechend tief. Ein Nutzer bringt die Stimmung besonders deutlich auf den Punkt: "Die Bergbewohner haben diesen rücksichtslosen Tourismus wirklich satt … Bleibt zu Hause, wenn ihr keinen Respekt vor der Natur habt!!!"

Für viele ist damit klar: Wer die Bergwelt besucht, trägt auch Verantwortung für ihren Erhalt. Dazu gehört nicht nur, den Hundekot einzusammeln, sondern den Beutel anschließend auch tatsächlich mit ins Tal zu nehmen.

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