"Bitte nicht in Wien"

Wiener Linien warnen vor neuem U-Bahn-Trend

Eine Person wartet am Wiener U-Bahnsteig, während eine U-Bahn in die Station einfährt.
© APA/MAX SLOVENCIK
Wiener Linien appellieren: "Diesen Trend müsst ihr unbedingt verpassen!"
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Ein neuer Internettrend sorgt weltweit für spektakuläre U-Bahn-Videos – und zunehmend für Kritik. Auch in Wien versuchen Nutzer, mit einer ungewöhnlichen Filmtechnik Aufmerksamkeit auf Instagram und TikTok zu gewinnen. Die Wiener Linien warnen jetzt vor den Risiken und richten eine klare Botschaft an alle, die den Trend nachahmen wollen.

Die Idee dahinter wirkt auf den ersten Blick spektakulär: Ein Smartphone wird mit Klebeband an der Außenseite einer U-Bahn-Tür oder an einer Scheibe befestigt. Während der Zug abfährt, läuft die Person am Bahnsteig hinterher. Die Kamera scheint dabei die vorbeiziehende Stadt und die Verfolgung aufzunehmen. Je eindrucksvoller die Kulisse, desto größer die Chance auf Millionen Aufrufe.

Millionen Klicks durch einen Videotrick

International verbreiten sich die Clips rasant. Der US-Influencer Oliver Muhl erreichte mit seinen Aufnahmen aus New York und Paris Millionen Menschen. Auch der indische Content Creator Nikhil Kochar sorgte mit einer entsprechenden Inszenierung in Delhi für enorme Reichweite.

Doch häufig steckt hinter den Videos eine optische Täuschung: Kurz vor der Abfahrt wird das befestigte Handy wieder abgenommen. Eine zweite Person filmt gleichzeitig aus dem Zug heraus. Durch den späteren Zusammenschnitt entsteht der Eindruck, das Smartphone würde während der Fahrt an der U-Bahn kleben bleiben.

"Pickt eure Handys nicht an unsere Züge"

Die Wiener Linien reagieren auf den Trend mit einer deutlichen Warnung. "Diesen Trend müsst ihr unbedingt verpassen!", heißt es in einem Social-Media-Beitrag des Verkehrsunternehmens. Außerdem appelliert es: "Pickt eure Handys bitte nicht an unsere Züge."

Die Gefahren sind vielfältig: Wird das Smartphone nicht rechtzeitig entfernt, kann es mit dem Zug mitfahren oder sich lösen und andere Fahrgäste verletzen. Auch Stolpern und Stürze beim Nachlaufen sind möglich. Hinzu kommen mögliche Schäden an den Fahrzeugen und Konflikte, wenn andere Fahrgäste ungefragt gefilmt werden.

Die Wiener Linien stellen deshalb klar: "Unsere Öffi-Spielregeln gelten für alle, auch Influencer*innen." Filmaufnahmen zu kommerziellen Zwecken sind laut Hausordnung ohne schriftliche Genehmigung verboten. Ob ein Social-Media-Video darunter fällt, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Wer für Klicks spektakuläre Szenen inszenieren möchte, sollte daher auf sichere und erlaubte Alternativen setzen.

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