"Richtig nass"

Winter-Knall: Erste Prognose lässt aufhorchen

Mann mit Regenschirm steht im Schneesturm auf einer Straße.
© Getty Images/iStockphoto
Der Winter dürfte in Österreich überdurchschnittlich warm, aber auch äußerst niederschlagsreich werden.
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Der Herbst ist in Österreich angekommen, doch schon richtet sich der Blick auf die kommenden Wintermonate. Wird die kalte Jahreszeit besonders mild oder drohen doch noch Schnee und eisige Temperaturen? Erste Langfristprognosen deuten auf einen überwiegend zu warmen Winter hin. Meteorologe Dominik Jung sieht in einem Video des YouTube-Kanals "wetternet" allerdings auch Chancen auf kräftige Niederschläge im Alpenraum – und damit möglicherweise auf größere Schneemengen.

Im Mittelpunkt der aktuellen Prognosen steht das Klimaphänomen El Niño. Ein besonders starkes Ereignis, das als "Super-El Niño" bezeichnet wird, könnte die globale Wetterentwicklung beeinflussen. Welche konkreten Folgen sich daraus für Österreich ergeben, ist allerdings noch offen.

November und Dezember dürften zu mild ausfallen

Laut dem US-amerikanischen Klimaprognosemodell CFS könnte der November 2026 in weiten Teilen des Alpenraums überdurchschnittlich warm werden. Auch der Dezember könnte laut den derzeitigen Berechnungen wärmer als üblich ausfallen. Gleichzeitig wird für den ersten Wintermonat regional mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen gerechnet. Ob sich daraus tatsächlich ein schneearmer Advent und weiße Weihnachten ergeben, ist zu diesem frühen Zeitpunkt nicht seriös vorherzusagen.

Jänner könnte zum Schneebringer werden

Spannend wird vor allem der weitere Winterverlauf. Während die Prognose für den Jänner ebenfalls überdurchschnittliche Temperaturen signalisiert, könnte der Monat zugleich deutlich mehr Niederschlag bringen.

Meteorologe Dominik Jung beschreibt die Aussichten für den Januar als "richtig nass". Besonders der Alpenraum könnte davon betroffen sein. Jung sieht darin die Möglichkeit, dass der Monat zum "großen Schneebringer" wird.

Älterer Mann schaufelt Schnee von einem Gehweg in einem verschneiten Wohngebiet.
© Getty Images

Für Österreich wäre das vor allem in den Bergen interessant. Entscheidend wird sein, wie sich die Temperaturen während der Niederschlagsphasen entwickeln. Fällt die Schneefallgrenze tief genug, könnten größere Neuschneemengen zusammenkommen. Bei höheren Temperaturen würde ein Teil des Niederschlags dagegen als Regen fallen.

Der Februar könnte nach den aktuellen CFS-Berechnungen wiederum deutlich milder als üblich werden. Ein durchgehend kalter Winter zeichnet sich damit vorerst nicht ab.

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Super-El Niño könnte Kälte im Spätwinter begünstigen

Trotz der überwiegend milden Berechnungen ist ein Kälteeinbruch nicht ausgeschlossen. Laut Jung könnte ein besonders starkes El-Niño-Ereignis die Wahrscheinlichkeit für winterliche Kältephasen im Februar und März beeinflussen. Eine solche Entwicklung sei jedoch keineswegs sicher. Es handle sich um "eine Verkettung, die eintreten kann, aber nicht muss".

Grafik zeigt die Auswirkungen von El Nino auf Meeresströmungen und Wetter im Pazifikraum.
© APA

Für Österreich bedeutet das: Die ersten Langfristprognosen liefern noch keinen verlässlichen Ausblick auf den gesamten Winter. Sie deuten zwar auf überdurchschnittliche Temperaturen hin, gleichzeitig könnte es im Januar im Alpenraum viel Niederschlag geben. Ob daraus ein schneereicher Winter in den Bergen oder eine überwiegend milde und nasse Jahreszeit wird, hängt von der weiteren Wetterentwicklung ab.

Wichtig: Langfristmodelle zeigen großräumige Tendenzen und keine verlässliche Vorhersage für einzelne Regionen oder konkrete Schneetage. Gerade in den Alpen können sich die Bedingungen zwischen Tälern und höheren Lagen erheblich unterscheiden.

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