Wenige Tage nach Eröffnung

"Schockiert" - Nationalpark stinksauer über Urlauber

Gruppe mit Mountainbikes auf felsigem Gipfel bei einem roten Kreuz und einer Kuppelhütte in Italien.
© Facebook
"Wir sind schockiert, den völligen Mangel an Respekt gegenüber den grundlegenden Regeln festzustellen, die diese Bergumgebungen schützen"
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Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung einer bekannten Schutzhütte in den italienischen Abruzzen sorgt das Verhalten einiger Urlauber für Ärger. Der Nationalpark Maiella zeigt sich "schockiert" über Fotos, die an der Pelino-Hütte auf dem 2793 Meter hohen Monte Amaro entstanden sind.

Auf den Aufnahmen sind mehrere Personen mit Mountainbikes, darunter offenbar auch E-Bikes, direkt am Gipfelkreuz zu sehen. Ein weiteres Bild zeigt einen angeleinten Hund im Inneren des Biwaks. Beides ist in der streng geschützten Zone des Nationalparks verboten. Die Parkverwaltung kündigte an, die Fotos an die zuständige Forstpolizei, die Carabinieri Forestali, weiterzuleiten.

Hinter den Verboten stehen konkrete Naturschutzgründe. In der höchstgelegenen Zone A soll das empfindliche Ökosystem möglichst unberührt bleiben. Die Vegetation wächst in dieser Höhe nur langsam, während der dünne Boden besonders anfällig für Erosion ist. Mountainbike-Reifen können die empfindliche Grasnarbe beschädigen. Auch Hunde gelten als problematisch, da Gerüche sowie Urin oder Kot Wildtiere wie Gämsen stören und aus ihren Lebensräumen vertreiben können.

Das "Bivacco Cesare Mario Pelino" wurde erst am 1. Oktober nach einer Sanierung für 120.000 Euro wiedereröffnet. Der Nationalpark betont: "Die Berge gehören allen, müssen aber von allen geschützt werden." Die Reaktionen reichen von scharfer Kritik bis zu Verständnis für die Parkverwaltung.

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