Erkältungssaison
Warum Sie sich ständig erkälten: Diese 4 Fehler machen alle im Herbst
Die aktuelle Erkältungswelle hat uns bereits fest im Griff. In Arztpraxen und Apotheken ist die Herbstsaison längst angekommen, und die Zahl der Krankenstände steigt vielerorts deutlich. Wer jetzt nicht aufpasst, liegt deshalb schnell flach. Denn mit bestimmten Alltagsfehlern machen Sie es Rhino-, Influenza- und Coronaviren besonders leicht. Welche Gewohnheiten Sie jetzt besser vermeiden sollten, verraten wir hier.
Fehler Nr. 1: Zu trockene Luft
In der Früh ist es draußen schon ungemütlich kalt. Wer jetzt die Heizung aufdreht und das Lüften vergisst, macht einen großen Fehler. Trockene Heizungsluft entzieht unseren Schleimhäuten in Nase und Rachen die Feuchtigkeit. Genau diese Schleimhäute sind aber unser wichtigstes Schutzschild. Sind sie ausgetrocknet, können sie eindringende Viren nicht mehr wie gewohnt abwehren und nach außen abtransportieren. Erschwerend kommt hinzu: Erkältungsviren lieben trockene Umgebungen, halten sich dort länger in der Luft und fliegen weiter. Beim Niesen katapultieren wir sie mit bis zu 150 km/h durch den Raum.
So geht es besser: Stoßlüften! Mehrmals am Tag für fünf Minuten die Fenster weit aufreißen und ausreichend Wasser trinken.
Fehler Nr. 2: Frieren
Zwar machen nicht die niedrigen Temperaturen uns krank, sondern immer die Viren selbst. Doch Kälte ist ihr bester Komplize. Wenn wir frieren, ziehen sich unsere Blutgefäße zusammen. Das betrifft auch die Blutgefäße in unseren Schleimhäuten: Sie werden schlechter durchblutet, wodurch deutlich weniger Abwehrzellen in das betroffene Gewebe gelangen können. Die Viren haben leichtes Spiel und können sich ungehindert ausbreiten.
Fehler Nr. 3: Falscher Ehrgeiz beim Outdoor-Sport
Sie powern sich beim herbstlichen Joggen draußen so richtig aus? Hier ist Vorsicht geboten. Nach starker körperlicher Anstrengung ist das Immunsystem für einige Stunden geschwächt, da es mit der Regeneration beschäftigt ist. Sportmediziner nennen das den "Open-Window-Effekt": Dadurch kann das Risiko für Infektionen erhöht sein. Wer sich nach dem Training nicht sofort ins Warme begibt oder verschwitzt auskühlt, fängt sich schnell den nächsten grippalen Infekt ein. Und wer bereits mit kratzendem Hals weitertrainiert, riskiert nicht nur, dass sich die Viren ausbreiten, sondern spielt mit gefährlichen Folgeschäden wie einer Herzmuskelentzündung.
Fehler Nr. 4: Krank zur Arbeit
Ein bisschen Schnupfen? "Ach, das geht schon!" Wer sich mit beginnenden Symptomen ins Büro schleppt, tut weder sich selbst noch den Kollegen einen Gefallen. Vor allem jetzt, wo wir durch den Schul- bzw. Unibeginn und kühleres Wetter wieder viel Zeit mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen verbringen, steigt die Ansteckungsgefahr rasant. Einer der größten Fehler ist es, eine Erkältung nicht richtig auszukurieren. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, wer ihm trotzdem den vollen Arbeitsstress zumutet, zieht den Infekt unnötig in die Länge und wird zur Virenschleuder für das gesamte Großraumbüro.
Um in dieser beginnenden Erkältungssaison nicht das nächste Opfer der Viren zu werden, gilt es wachsam zu sein. Die Formel für den Oktober lautet: Regelmäßig Hände waschen, bei Schmuddelwetter warm anziehen, für eine hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen sorgen und bei den ersten Symptomen einfach mal dem Körper die nötige Ruhe gönnen.
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