USA und UBS wollen Aufschub im Bankdaten-Prozess
Zuletzt hatte sich der Ton in der Auseinandersetzung verschärft. Der Vorsitzende Richter Alan Gold hatte am Donnerstag eine Beschlagnahme von Vermögen der Schweizer UBS ins Spiel gebracht. Er fragte bei der US-Regierung an, ob dies eine denkbare Konsequenz sei, falls sich die Bank weiter weigere, Daten von 52.000 amerikanischen Kunden herauszugeben, die die US-Steuerbehörde IRS der Steuerhinterziehung verdächtigt.
Die Schweizer Regierung will die Herausgabe verhindern. Sie signalisierte Bereitschaft, notfalls einen zwischenstaatlichen Konflikt zu riskieren. Analysten und Beobachter gehen aber davon aus, dass die beiden Seiten eine außergerichtliche Lösung finden.
Ein Griff der US-Regierung nach UBS-Vermögen ist nach Einschätzung von Analysten und Anlegern wenig realistisch, weil er das krisengeschüttelte Finanzsystem weiter beschädigen würde. Die Schweizer Bank, die im vorigen Jahr 21 Mrd. Franken (13,87 Mrd. Euro) Verlust machte, beschäftigt in den USA 27.000 Menschen.
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